Dummverteilen Sie gefälligst woanders!

Widerstand gegen die neoliberale Umverteilung

WEITER WIE BISHER!? 26. Mai 2009

Unter diesem Titel findet das 30. gesellschaftspolitisches diskussionsforum (gedifo) statt. Leider ist der Veranstaltungshinweis nicht am gedifo-blog zu finden, daher sei hier darauf hingewiesen.

Donnerstag, 18. Juni 2009,  16.00–20.00 Uhr

AK Bildungszentrum (1040 Wien, Theresianumgasse 16-18)

Aus dem Einladungstext:

Wenn sich die öffentliche Meinung beruhigt hat, wird vieles so weitergehen wie vorher, ist Superfund-Vorstand Markus Weigl überzeugt. Zwar müssten gewisse Risken in Zukunft limitiert werden, aber man könne nicht alles zu Tode regulieren.
Ganz anders Ulrich Beck, der Doyen der deutschen Soziologie: Man befände sich in einer „quasi revolutionären Situation“.  (…) Die Verantwortungslosigkeit, mit der vielerorts operiert worden war, ist zwar höchst illegitim aber mit den herrschenden Gesetzen nicht zu fassen. Trotzdem sind die alten Eliten, die mit ihrem sogenannten Sachverstand die Krise verursacht haben, weiter fest im Sattel. In  Demokratien sollte aber der Austausch von Eliten üblich sein. Offen ist daher, über welches andere Ventil die aufgestaute Unzufriedenheit abgelassen wird. Es könnte auch zu einem Rechtsruck kommen.

Programm + Anmeldung

 

Aktuelle Studie: Geschlechtsspezifische Einkommensunterschiede 26. Mai 2009

Gespeichert unter: Facts&Figures, Löhne/Gehälter — augeug @ 12:43
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Im Auftrag des Bundesministeriums für Frauen und öffentlichen Dienst hat Synthesis Forschung eine neue Studie zum Thema Einkommensungleichheit von Frauen und Männern erstellt.

Der neue Forschungsbericht “Geschlechtsspezifische Einkommensunterschiede: Indikatoren 2007″ beinhaltet aktuelle Auswertungen anhand von 20 Indikatoren für die Jahre 1995 – 2007 und ergänzende Befunde zu den Indikatoren zum Thema Einstieg ins Berufsleben.

Ein Auszug aus der  Zusammenfassung der Entwicklung 1995–2007:

Die (relative) Einkommenssituation von Frauen im Vergleich zu Männern hat sich in Österreich seit Mitte der 1990er-Jahre kaum verändert:

  • Die Stundenlöhne der Frauen und Männer sind im Jahr 2007 (26,1%) in etwa gleich weit auseinander gelegen wie 1995 (26,3%).
  • Die Monatseinkommen und Jahreseinkommen der Frauen und Männer haben sich gegenüber 1995 (–30,3% bzw. –35,8%) aufgrund der wachsenden Zahl an teilzeitbeschäftigten Frauen noch weiter voneinander entfernt (2007: –33,6% bzw. –38,6%).

Frauen und Männer starten bereits mit unterschiedlich hohen Einkommen ins Berufsleben:

  • Berufseinsteigerinnen mit BMS-Ausbildung, Matura und Hochschulausbildung haben im Jahr 2007 eine höhere Einkommensdifferenz zu ihren männlichen Kollegen hinnehmen müssen als 1995. (mehr…)
 

Finanzvermögen in Österreich schrumpft nicht 14. Mai 2009

Attac hat’s recherchiert:

Dem oft verbreiteten Eindruck, dass eine Vermögenssteuer zum gegenwärtigen Zeitpunkt wenig brächte, weil durch die Krise die Vermögen weitgehend vernichtet worden seien, stehen die Fakten gegenüber: Das Finanzvermögen der Privathaushalte in Österreich war Ende 2008 fast genau gleich groß wie Ende 2007, es sank nur unmerklich von 416,1 Milliarden Euro auf 415,9 Milliarden Euro. Der Wertverlust der Aktien fällt kaum ins Gewicht, weil Aktien nur 2,1% des Finanzvermögens der privaten Haushalte ausmachen. (Die meisten Aktien werden von Unternehmen besessen.) Die größten Vermögensposten der Privathaushalte sind Spareinlagen (36%), Lebensversicherungen (15%) und verzinsliche Wertpapiere (9%).
Quelle: OeNB, Gesamtwirtschaftliche Finanzierungsrechnung

aus dem attac-newsletter 20-21/09

 

Arbeitslose geben ihr letztes Hemd 1. Mai 2009

Gespeichert unter: Arbeitslosigkeit, Satire — augeug @ 19:53
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Nette Sache zum Tag der Arbeitslosen:

Zu einer ungewöhnlichen Protestform griffen heute Aktivisten der Grazer Arbeitslosenmafia: Sie strippten vor dem AMS, um darauf aufmerksam zu machen, was das AMS von arbeitslosen Menschen einfordert, damit jemand als “arbeitswillig” gilt.

Mehr dazu unter Striptease arbeitsloser Männer vor dem Grazer AMS” am Santa Precaria-Blog

 

Demokratie im Betrieb 24. April 2009

Chefs wählen, über Gewinnverwendung entscheiden, Produkte und ihre Herstellung bestimmen, … – Demokratie im Betrieb, das gibts!

Einen Beitrag dazu gibts am blog “Arbeitsklimawandel”

 

Budget 2009/2010: Prölls Kampfansage an Verteilungsgerechtigkeit 21. April 2009

Eine „Kampfansage an die Krise“ soll das Budget 2009/2010 nach Vorstellung des Finanzministers sein. Seine Budgetrede war allerdings mehr ein Kampfansage an die Verteilungsgerechtigkeit. Nun, es war von einem ÖVP-Politiker und Bauernbündler nicht viel anderes zu erwarten. Mit „Volkspartei“ hat ja die ÖVP schon lange nichts mehr zu tun. Sie ist die letzte Klassenpartei Österreichs, der Cheflobbyist der Reichsten ist dabei der Finanzminister himself. Die ÖVP, die jeder und jedem, der/die Vermögenssteuern fordert, „Klassenkampf“ oder das „Schüren von Neidkomplexen“ unterstellt, betreibt munter Klassenkampf von Oben und schürt Neidkomplexe gegen die da Unten, wo immer nur möglich.

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Vermögenssteuern: Wie Gegner argumentieren. Und warum die Argumente falsch sind 20. April 2009

Endlich ist sie da. Die Diskussion rund um eine höhere Besteuerung der Vermögen. Und schon rücken sie natürlich alle wieder aus: die GegnerInnen von Vermögenssteuern. Es sind die üblichen Mittelstandswahrer. Ein höhere Besteuerung der Vermögen, eine Besteuerung von Vermögenszuwächsen würde wieder nur den Mittelstand treffen. Eine Vermögensbesteuerung würde eine Doppelbesteuerung bedeuten. Alles unzumutbar, auch Sicht jener, die vorgeben die Mitte zur vertreten und doch nur die Interessen der ganz oberen vertreten. Die Argumente der selbsternannten Mittelstandswahren lassen sich leicht entkräften und ob ihrer Ideologie entzaubern.

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FINANZKAPITAL UND PRIVATISIERUNG 8. April 2009

Ankündigung einer Veranstaltung:

FINANZKAPITAL UND PRIVATISIERUNG – ERFAHRUNGEN IM BRITISCHEN GESUNDHEITSDIENST UND VON ANDEREN ÖFFENTLICHEN DIENSTLEISTUNGEN IN DER EUROPÄISCHEN UNION

Mit Allyson Pollock, Universität Edinburgh, und Jörg Huffschmid, Universität Bremen.

DATUM: Donnerstag, der 23. April
BEGINN: 18:30
ORT: Urania, Dachsaal

Mit Simultanübersetzung, da die Veranstaltung teilweise in englischer Sprache stattfindet.

ANMELDUNG: office@forba.at

Details dazu finden sich hier am blog der GPA-djp-Bildungsabteilung

 

Studie “Motive für die Berufswahl” 20. März 2009

Gespeichert unter: Arbeiterkammer, Facts&Figures — augeug @ 19:54
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Eine von der AK beauftragte Studie über die Motive zur Berufswahl von Jugendlichen ergibt ein trauriges, aber erwartbares Bild: Jugendliche sind in der 7. und 8. Schulstufe höchst orientierungslos, orientieren sich meist an den Berufen im familiären Umfeld. Die Eltern wollen zwar, dass ihre Kinder eine bessere und höhere Ausbildung machen als sie selbst, können ihnen dabei aber – trotz hoher Investitionen in Nachhilfe – nicht ausreichend helfen. Kinder von Eltern mit höherer Ausbildung sind besser informiert als bildungsferne, wo der Schulabschluss im Vordergrund steht und was danach folgen soll, äusserst vage bleibt. Sie haben keinen Zugang zu Berufspraktika, die ihnen Kenntnis über akademische Berufe hätten vermitteln können.

Resumee: nicht nur Bildung wird “vererbt” – die Wahrscheinlichkeit, Matura zu machen, liegt bei Eltern mit Pflichtschule als höchsten Abschluss bei 10%, bei Eltern mit Lehre bei 17%, mit Matura bei 60% und mit Universitätsabschluss bei 79% – sondern auch die Berufswahl. Ein Grund mehr für die dringende Einführung der Gesamtschule

 

Die Finanzmarktkrise und ihre Folgen – 7. März 2009

Realwirtschaftliche Auswirkungen und Wege aus der Krise

Podiumsdiskussion in der AK Wien am 5. März 2009

Am Podium: Brigitte Ederer (Vorstandsvorsitzende Siemens AG Österreich), Willi Hemetsberger (ehemals im Vorstand der Bank Austria Vorstand), Helmut Kotz (Vorstand Deutsche Bundesbank), Helene Schuberth (Senior Advisor Österreichische Nationalbank), Stephan Schulmeister (wifo), Albert Stranzl (BR-Vorsitzender Porr AG)

Veranstaltungsbericht von Peter Moser

Die Wirtschaftskrise baute sich aus einer ganzen Reihe von Komponenten auf, von denen aber nur der Immobilienboom, bzw. die Immobilienblase, die US-Zinspolitik und die anschließende Bankenkrise öffentlich, politisch, medial wahrgenommen wurden und noch werden. Die politische Therapien – nicht nur in Österreich – sehen dementsprechend aus: Sie orientieren sich lediglich an ein paar Symptomen, sie greifen nicht in die Regelkreise der Finanzwirtschaft ein (Schulmeister). Der „systemische Charakter“ (Schuberth) wird durch die jetzt hektisch und mit viel polit-rhetorischem Pathos propagierten Geldspritzen keineswegs beeinflusst. (mehr…)