Unter diesem Titel fand am 19. Oktober eine Veranstaltung in der AK-Wien statt. Präsentiert und diskutiert wurde die WIFO-Studie „Umverteilung durch den Staat in Österreich“ (Präsentation) sowie die – ebenfalls vom WIFO verfasste Studie – „Sozialpolitik – Verteilungsdimension und Wachstumsmotor“ (Präsentation). Vorgetragen wurden die Ergebnisse der WIFO-Studie zu Umverteilung von Alois Guger (Projektleiter), wissenschaftlicher Mitarbeiter und Sozialexperte des WIFO, mit den bereits bekannten Ergebnissen: das Sozialsystem in Österreich wirkt umverteilend, wenn auch nur ausgabenseitig. Einnahmenseitig – also über Steuern – findet kaum eine Umverteilung statt.
Videoberichte zum „Handbuch Armut in Österreich“ 17. Oktober 2009
Am Dienstag, dem 13. Oktober ‘09 ist das 776 Seiten starke „Handbuch Armut in Österreich“ im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung mit Sybille Summer vom Republikanischen Club in Wien und Mitautorin sowie Mitherausgeberin Karin Heitzmann vom Institut für Sozialpolitik der Wirtschaftsuni Wien präsentiert worden.
Stand der Forschung zum Phänomen „Armut“
Das Handbuch Armut in Österreich gibt als Sammelband und Nachschlagwerk mit Beiträgen von 48 ExpertInnen einen umfassenden und systematischen Überblick über den aktuellen Stand der Armutsforschung in Österreich.
Video-still der Veranstaltung auf ichmachpolitik.at

Sybille Summer und Karin Heitzmann
Einkommensverteilung in Österreich 8. Oktober 2009
Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat im September 2009 aktuelle Daten zur Einkommensverteilung in Österreich vorgelegt. Die Wirtschaftskrise verschärft einmal mehr die Verteilungspolitische Schieflage bei den Einkommen – sowohl zwischen Einkommen aus Arbeit bzw. Kapital, sowie bei den Einkommen innerhalb der unselbständig Beschäftigten.
Umverteilung in Österreich 1. Oktober 2009
Der neue Verteilungsbericht des WIFO ist da (Hier zur Kurzfassung). Umverteilung in Österreich findet statt. Allerdings überwiegend auf der Ausgabenseite.
Das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung – kurz WIFO – hat im September 2009 die knapp 350 Seiten dicke neue Verteilungsstudie – „Umverteilung durch den Staat in Österreich“ präsentiert. Untersucht wurde die direkte Umverteilungswirkung der öffentlichen Budgets und der Sozialversicherungsträger in Österreich auf die „Wohlfahrt“ der österreichischen Haushalte. Die Verteilungswirkung von Pensionen wurde nicht berücksichtigt.
Zeitschrift „Kurswechsel“ online! 8. September 2009
Der Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen (BEIGEWUM) ist ein Verein mit dem Ziel, „Ergebnisse kritischer Forschungstätigkeit in die laufende politische Debatte einzubringen“. Zu diesem Zweck gibt er eine Zeitschrift, den „Kurswechsel“ heraus, der seit 1986 vierteljährlich jeweils zu einem Schwerpunktthema erscheint.
Seit wenigen Tagen sind die Kurswechsel-Ausgaben der Jahre 2000 bis 2007 auch online verfügbar (Jahresprogramme in der rechten Spalte). 2006 gab es einen Schwerpunkt-Kurswechsel zu Steuern, der nun ebenfalls Online ist.
Bei dieser Gelegenheit auch der Hinweis, dass unter www.beigewum.at fleißig gebloggt wird. Reinschauen zahlt sich aus! Und Kurswechsel lesen sowieso.
Aktuelle Studie: Geschlechtsspezifische Einkommensunterschiede 26. Mai 2009
Im Auftrag des Bundesministeriums für Frauen und öffentlichen Dienst hat Synthesis Forschung eine neue Studie zum Thema Einkommensungleichheit von Frauen und Männern erstellt.
Der neue Forschungsbericht „Geschlechtsspezifische Einkommensunterschiede: Indikatoren 2007″ beinhaltet aktuelle Auswertungen anhand von 20 Indikatoren für die Jahre 1995 – 2007 und ergänzende Befunde zu den Indikatoren zum Thema Einstieg ins Berufsleben.
Ein Auszug aus der Zusammenfassung der Entwicklung 1995–2007:
Die (relative) Einkommenssituation von Frauen im Vergleich zu Männern hat sich in Österreich seit Mitte der 1990er-Jahre kaum verändert:
- Die Stundenlöhne der Frauen und Männer sind im Jahr 2007 (26,1%) in etwa gleich weit auseinander gelegen wie 1995 (26,3%).
- Die Monatseinkommen und Jahreseinkommen der Frauen und Männer haben sich gegenüber 1995 (–30,3% bzw. –35,8%) aufgrund der wachsenden Zahl an teilzeitbeschäftigten Frauen noch weiter voneinander entfernt (2007: –33,6% bzw. –38,6%).
Frauen und Männer starten bereits mit unterschiedlich hohen Einkommen ins Berufsleben:
- Berufseinsteigerinnen mit BMS-Ausbildung, Matura und Hochschulausbildung haben im Jahr 2007 eine höhere Einkommensdifferenz zu ihren männlichen Kollegen hinnehmen müssen als 1995. (mehr…)
Finanzvermögen in Österreich schrumpft nicht 14. Mai 2009
Attac hat’s recherchiert:
Dem oft verbreiteten Eindruck, dass eine Vermögenssteuer zum gegenwärtigen Zeitpunkt wenig brächte, weil durch die Krise die Vermögen weitgehend vernichtet worden seien, stehen die Fakten gegenüber: Das Finanzvermögen der Privathaushalte in Österreich war Ende 2008 fast genau gleich groß wie Ende 2007, es sank nur unmerklich von 416,1 Milliarden Euro auf 415,9 Milliarden Euro. Der Wertverlust der Aktien fällt kaum ins Gewicht, weil Aktien nur 2,1% des Finanzvermögens der privaten Haushalte ausmachen. (Die meisten Aktien werden von Unternehmen besessen.) Die größten Vermögensposten der Privathaushalte sind Spareinlagen (36%), Lebensversicherungen (15%) und verzinsliche Wertpapiere (9%).
Quelle: OeNB, Gesamtwirtschaftliche Finanzierungsrechnung
aus dem attac-newsletter 20-21/09
Studie „Motive für die Berufswahl“ 20. März 2009
Eine von der AK beauftragte Studie über die Motive zur Berufswahl von Jugendlichen ergibt ein trauriges, aber erwartbares Bild: Jugendliche sind in der 7. und 8. Schulstufe höchst orientierungslos, orientieren sich meist an den Berufen im familiären Umfeld. Die Eltern wollen zwar, dass ihre Kinder eine bessere und höhere Ausbildung machen als sie selbst, können ihnen dabei aber – trotz hoher Investitionen in Nachhilfe – nicht ausreichend helfen. Kinder von Eltern mit höherer Ausbildung sind besser informiert als bildungsferne, wo der Schulabschluss im Vordergrund steht und was danach folgen soll, äusserst vage bleibt. Sie haben keinen Zugang zu Berufspraktika, die ihnen Kenntnis über akademische Berufe hätten vermitteln können.
Resumee: nicht nur Bildung wird „vererbt“ – die Wahrscheinlichkeit, Matura zu machen, liegt bei Eltern mit Pflichtschule als höchsten Abschluss bei 10%, bei Eltern mit Lehre bei 17%, mit Matura bei 60% und mit Universitätsabschluss bei 79% – sondern auch die Berufswahl. Ein Grund mehr für die dringende Einführung der Gesamtschule …
2. Armuts- und Reichtumsbericht für Österreich präsentiert 19. Januar 2009
Die Österreichische Gesellschaft für Politikberatung und Politikenwicklung (ÖGPP) hat den aktuellen Armuts- und Reichtumsbericht für Österreich präsentiert. Das umfassende Zahlen- und Datenmaterial belegt einmal mehr, „… dass in Österreich nicht nur Armut, sondern auch Reichtum offenkundig gleichzeitig zunehmen…,“ und „… dass Verteilungsprozesse im Gang sind, welche auf der einen Seite eine wachsende Zahl von armutsgefährdeten Menschen produzieren, und auf der anderen Seite zu einem enormen Wachstum von Einkommen und Vermögen, insbesondere Geldvermögen, führen.“ (Vorwort zum Armuts- und Reichtumsbericht)
Der Bericht belegt einmal mehr, dass die Verteilungsdebatte in Österreich offensiv geführt werden muss – gerade auch in Zeiten der Wirtschaftskrise. Und dass endlich entsprechende Schritte gesetzt werden müssen, um die verteilungspolitische Schieflage zu korrigieren.


