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Widerstand gegen die neoliberale Umverteilung

Die „gefühlte“ Inflation frisst Gehaltserhöhung auf 23. März 2008

Es bleibt nichts übrig

Ein neuer Begriff macht die Runde. Zu Recht. Die so genannte gefühlte Inflation zeigt viel besser als der übliche Verbraucherpreisindex die Steigerung der Kosten des täglichen Lebens.

Die offiziellen Statistiken in Österreich und in der EU zeigen nur einen speziellen Aspekt der Inflation und dienen vor allem als Indikator für die Geldmengensteuerung der Europäischen Zentralbank. Dieser errechnete Verbraucherpreisindex oder der für die Euro-Währungsunion berechnete „Harmonisierte Verbraucherpreisindex“ gehen daher an der Lebenswelt der Bevölkerung vorbei.

„Gefühlte“ Inflation

Nun hat ein Wirtschaftswissenschafter versucht, die „gefühlte“ Inflation zu berechnen – um die tatsächliche Preissteigerung darzustellen. Wolfgang Brachinger (Leiter des Forschungszentrum für Wirtschaftsstatistik der Schweizer Universität Fribourg) berechnete die „gefühlte“ Inflation für Deutschland. Auf Grund der gleichen Wirtschafts- und Preispolitik ist ein Vergleich mit Österreich angebracht und nachvollziehbar. Brachinger:

Beim amtlichen Verbraucherpreisindex wird angenommen, dass man täglich ein bisschen Fernseher oder ein bisschen Auto kauft – das ist unrealistisch.“ (Profil 07/08).

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