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Widerstand gegen die neoliberale Umverteilung

Mythos Grundeinkommen 3. August 2009

Gerade in Zeiten tiefgehender wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Krisen wird immer wieder nach Alternativen gesucht. Ein Alternative, die dabei regelmäßig immer wieder auftaucht:
ein bedingungsloses Grundeinkommen (GEK) für alle und jeden.

Von weit links bis tief hinein ins katholische und liberale Lager reichen die BefürworterInnen. Und vielfach werden auch linke, alternative GewerkschafterInnen immer wieder mit der Gretchenfrage der – oft ausgesprochen leidenschaftlich, beinahe missionarisch agierenden GrundeinkommensbefürworterInnen – konfrontiert : „Wie hältst Du’s mit dem Grundeinkommen?“ Da wird frau/mann dann, bricht frau/mann in Beifallsbekundungen aus, als „Büttel der Lohnarbeit“ abgestempelt.

In zwei Artikeln für „DIE ALTERNATIVE“ – die Monatszeitung der UG-Unabhängige GewerkschafterInnen – die sich in Österreich unter GEK-KritkerInnen wachsender Beliebtheit erfreuen, hat sich Markus Koza mit den Argumenten der GEK-BefürworterInnen aus alternativ-gewerkschaftlicher Sicht kritisch auseinandergesetzt. Hier die Artikel als Download …

Mythos Grundeinkommen I

Mythos Grundeinkommen II

 

Inflation ist Inflation ist … wirklich? 26. August 2008

Im Juli betrug die Inflationsrate in der Eurozone 4,1 Prozent. Die Teuerung und dei damit verbundene finanzielle Belastung für die Haushalte beherrscht den Wahlkampf. So manche Rezepte gegen die Inflation entpuppen sich dabei allerdings als Kurpfuscherei. Weil Inflation eben nicht gleich Inflation ist.

Arten der Inflation

Unter Inflation versteht frau/mann allererst einmal eine über einen längeren Zeitraum beobachtbare Zunahme des Preisniveaus. Inflation kann dabei unterschiedliche Ursachen haben. Die sogenannte „Nachfrageinflation“ sieht den Impuls für eine inflationäre Entwicklung von der Nachfrageseite ausgehend: Ausgangspunkt ist die Erhöhung der Güternachfrage, die allerdings auf ein „unelastisches“, also weitestgehend stabiles Angebot trifft. D.h., die Angebotsseite reagiert – jedenfalls kurzfristig – auf diesen Nachfrageschub, der von Haushalten, vom Staat oder von Unternehmen ausgehen kann, nicht durch ein höheres Angebot an Gütern oder Dienstleistungen, sondern durch eine Erhöhung der Preise. (mehr…)

 

Verteilungskampf am Zapfhahn 10. August 2008

Tja, bewegte Zeiten. Bewegte Menschen. Die Teuerung bewegt.
Da wiederum bewegen vor allem die steigenden Treibstoffpreise …

… und das bewegt wiederum die Sozialdemokratie – von ARBÖ bis SPÖ. Weil: da bewegt sich bald nicht mehr viel auf Österreichs Autobahnen. Weil die ArbeiterInnenbewegung von sich bewegenden ArbeiterInnen lebt, bringt das Bewegung in die Arbeiterkammer.
Wohin sich die AK dabei bewegt, war absehbar – leider.

Teure Energie

Der Preis für ein Fass Rohöl erlebt eine Berg- und Talfahrt. Allerdings auf höchstem Niveau. Am 22. Mai 2008 notierte der Preis bei einem Rekordhoch von 135,09 US-Dollar, um bis zum 4. Juni wieder auf 123,79 Dollar zu „fallen“. Entwarnung gibt’s keine. Der Ölpreis bleibt hoch. Nur so zur Erinnerung: am 28. September 2004 erklomm der Ölpreis erstmals die „magische“ 50-Dollar-Marke.

Eng an den Ölpreis ist der Preis für Erdgas gekoppelt. Der steigt – wenn auch zeitverzögert – mit. Abhängig vom Rohölpreis ist natürlich auch die Entwicklung von Ölprodukten – von Benzin über Diesel bis hin zum Heizöl.

Derzeit muss ein Haushalt mit einem Verbrauch von 3000 Litern Heizöl rund 2900 Euro „hinlegen“ – um rund 50 Prozent mehr als im Vorjahr, so die Arbeiterkammer. Und rund ein Drittel der Haushalte verwendet Heizöl, so die OMV. Die Preissteigerungen für Gas, so Walter Boltz, Geschäftsführer der E-Control, dürften zwischen fünf und sieben Prozent betragen. Vereinzelt könnte der Preisanstieg sogar bis zu 20 Prozent betragen.

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strategische Umverteilung durch Bankenkrise 6. August 2008

den Hinweis auf das video auf youtube verdanken
wir dem grandiosen rebell.tv via kellerabteil

 

35.oo2 bei Großdemo in Ljubljana 8. April 2008

Gespeichert unter: Demo, Inflation, Löhne/Gehälter, Veranstaltung — hc voigt @ 18:00
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Der Europäische Gewerkschaftsbund (ETUC) hatte für den 5. April 2008 zu einer Großdemonstration in Ljubljana aufgerufen.
Unsere Beteiligung an der Großdemo An der Demonstration nahmen nach Angaben der VeranstalterInnen zirka 35.000 GewerkschafterInnen von 54 Gewerkschaften aus 29 europäischen Ländern teil.

Anlass dafür war das Treffen der europäischen Finanzminister mit der europäischen Zentralbank in Slowenien, das derzeit den EU-Vorsitz hat, um die Finanzkrise zu besprechen.

Der Protest richtete sich gegen die sich immer weiter öffnende Schere zwischen den Gewinnen der Unternehmen und den sinkenden Einkommen der ArbeitnehmerInnen, den Appell der europäischen Führungskräfte an die ArbeitnehmerInnen, besonders im öffentlichen Dienst, Lohnzurückhaltung zu üben, zu einem Zeitpunkt, zu dem der Lebensstandard sinkt, gegen die unverhältnismäßig hohen Vergütungen für Manager und Direktoren, sowie die weiter andauernden Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen.
Gefordert wurden eine Verbesserung der Kaufkraft, um der Armut ein Ende zu setzen, annehmbare Mindestlöhne in allen europäischen Ländern, mehr Gleichheit zwischen den Führungsetagen und den FabriksarbeiterInnen, sowie zwischen Männern und Frauen und ein fairer Abschluss für alle ArbeitnehmerInnen in den öffentlichen Diensten.
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Die „gefühlte“ Inflation frisst Gehaltserhöhung auf 23. März 2008

Es bleibt nichts übrig

Ein neuer Begriff macht die Runde. Zu Recht. Die so genannte gefühlte Inflation zeigt viel besser als der übliche Verbraucherpreisindex die Steigerung der Kosten des täglichen Lebens.

Die offiziellen Statistiken in Österreich und in der EU zeigen nur einen speziellen Aspekt der Inflation und dienen vor allem als Indikator für die Geldmengensteuerung der Europäischen Zentralbank. Dieser errechnete Verbraucherpreisindex oder der für die Euro-Währungsunion berechnete „Harmonisierte Verbraucherpreisindex“ gehen daher an der Lebenswelt der Bevölkerung vorbei.

„Gefühlte“ Inflation

Nun hat ein Wirtschaftswissenschafter versucht, die „gefühlte“ Inflation zu berechnen – um die tatsächliche Preissteigerung darzustellen. Wolfgang Brachinger (Leiter des Forschungszentrum für Wirtschaftsstatistik der Schweizer Universität Fribourg) berechnete die „gefühlte“ Inflation für Deutschland. Auf Grund der gleichen Wirtschafts- und Preispolitik ist ein Vergleich mit Österreich angebracht und nachvollziehbar. Brachinger:

Beim amtlichen Verbraucherpreisindex wird angenommen, dass man täglich ein bisschen Fernseher oder ein bisschen Auto kauft – das ist unrealistisch.“ (Profil 07/08).

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