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Widerstand gegen die neoliberale Umverteilung

Videoberichte zum „Handbuch Armut in Österreich“ 17. Oktober 2009

Am Dienstag, dem 13. Oktober ‘09 ist das 776 Seiten starke „Handbuch Armut in Österreich“ im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung mit Sybille Summer vom Republikanischen Club in Wien und Mitautorin sowie Mitherausgeberin Karin Heitzmann vom Institut für Sozialpolitik der Wirtschaftsuni Wien präsentiert worden.

Stand der Forschung zum Phänomen „Armut“
Das Handbuch Armut in Österreich gibt als Sammelband und Nachschlagwerk mit Beiträgen von 48 ExpertInnen einen umfassenden und systematischen Überblick über den aktuellen Stand der Armutsforschung in Österreich.

Video-still der Veranstaltung auf ichmachpolitik.at

video handbuch armut in österreich

Sybille Summer und Karin Heitzmann

Klick um Weiterzulesen und die Aufzeichnungen anzuschauen …

 

Trotz Krise: US-Finanzkonzerne zahlen Rekordgehälter 15. Oktober 2009

Business as usual: Als hätte es niemals eine Krise gegeben, schütten Österereichs Unternehmen Rekordgewinne aus (s. „Trotz Krise Rekord-Gewinnausschüttung“) und bekommen US-Finanz-Top-Manager Rekordgehälter bezahlt

Die Gehälter der Top-Manager an der Wall Street steigen um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein Manager verdient im Schnitt 143.400 Dollar.

berichtet attac im aktuellen Newsletter.

Vergessen die guten Absichten des G-20-Gipfels, Gehälter und Bonuszahlungen an Top-Manager einzuschränken. Knapp drei Wochen später tun Großbanken und Wertpapierfirmen an der Wall Street genau das Gegenteil: Rund 140 Milliarden Dollar (94,2 Mrd. Euro) sollen ihre (Top-) Mitarbeiter für das Jahr 2009 bekommen.

Dieser Betrag würde selbst das Rekordjahr 2007 in den Schatten stellen. Nach einer Erhebung des „The Wall Street Journal“ (WSJ) werden die Gesamtbezüge der Spitzenmitarbeiter in 2009 gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent steigen. Voriges Jahr lag der Betrag bei 117 Milliarden Dollar und im Jahr zuvor kassierten die Mitarbeiter 130 Milliarden Dollar. Attac fordert, dass die Spitzeneinkommen mit dem 30-fachen der gesetzlichen Mindestlöhne begrenzt werden müssen, um das Explodieren der Ungleichheiten und die damit verbundene Ungleichverteilung von Macht zu begrenzen.

Quelle: attac Austria

 

Trotz Krise Rekord-Gewinnausschüttung 12. Oktober 2009

Aus dem im Rahmen einer Presskonferenz der AK-Oberösterreich präsentierten AK-Wertschöpfungsbarometer geht klar hervor: Die Unternehmen verdienen an ihren Beschäftigten immer besser und schütten trotz Krise Rekord-Gewinne aus.

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Einkommensverteilung in Österreich 8. Oktober 2009

Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat im September 2009 aktuelle Daten zur Einkommensverteilung in Österreich vorgelegt. Die Wirtschaftskrise verschärft einmal mehr die Verteilungspolitische Schieflage bei den Einkommen – sowohl zwischen Einkommen aus Arbeit bzw. Kapital, sowie bei den Einkommen innerhalb der unselbständig Beschäftigten.

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Mythos Grundeinkommen 3. August 2009

Gerade in Zeiten tiefgehender wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Krisen wird immer wieder nach Alternativen gesucht. Ein Alternative, die dabei regelmäßig immer wieder auftaucht:
ein bedingungsloses Grundeinkommen (GEK) für alle und jeden.

Von weit links bis tief hinein ins katholische und liberale Lager reichen die BefürworterInnen. Und vielfach werden auch linke, alternative GewerkschafterInnen immer wieder mit der Gretchenfrage der – oft ausgesprochen leidenschaftlich, beinahe missionarisch agierenden GrundeinkommensbefürworterInnen – konfrontiert : „Wie hältst Du’s mit dem Grundeinkommen?“ Da wird frau/mann dann, bricht frau/mann in Beifallsbekundungen aus, als „Büttel der Lohnarbeit“ abgestempelt.

In zwei Artikeln für „DIE ALTERNATIVE“ – die Monatszeitung der UG-Unabhängige GewerkschafterInnen – die sich in Österreich unter GEK-KritkerInnen wachsender Beliebtheit erfreuen, hat sich Markus Koza mit den Argumenten der GEK-BefürworterInnen aus alternativ-gewerkschaftlicher Sicht kritisch auseinandergesetzt. Hier die Artikel als Download …

Mythos Grundeinkommen I

Mythos Grundeinkommen II

 

Aktuelle Studie: Geschlechtsspezifische Einkommensunterschiede 26. Mai 2009

Gespeichert unter: Facts&Figures, Löhne/Gehälter — augeug @ 12:43
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Im Auftrag des Bundesministeriums für Frauen und öffentlichen Dienst hat Synthesis Forschung eine neue Studie zum Thema Einkommensungleichheit von Frauen und Männern erstellt.

Der neue Forschungsbericht „Geschlechtsspezifische Einkommensunterschiede: Indikatoren 2007″ beinhaltet aktuelle Auswertungen anhand von 20 Indikatoren für die Jahre 1995 – 2007 und ergänzende Befunde zu den Indikatoren zum Thema Einstieg ins Berufsleben.

Ein Auszug aus der  Zusammenfassung der Entwicklung 1995–2007:

Die (relative) Einkommenssituation von Frauen im Vergleich zu Männern hat sich in Österreich seit Mitte der 1990er-Jahre kaum verändert:

  • Die Stundenlöhne der Frauen und Männer sind im Jahr 2007 (26,1%) in etwa gleich weit auseinander gelegen wie 1995 (26,3%).
  • Die Monatseinkommen und Jahreseinkommen der Frauen und Männer haben sich gegenüber 1995 (–30,3% bzw. –35,8%) aufgrund der wachsenden Zahl an teilzeitbeschäftigten Frauen noch weiter voneinander entfernt (2007: –33,6% bzw. –38,6%).

Frauen und Männer starten bereits mit unterschiedlich hohen Einkommen ins Berufsleben:

  • Berufseinsteigerinnen mit BMS-Ausbildung, Matura und Hochschulausbildung haben im Jahr 2007 eine höhere Einkommensdifferenz zu ihren männlichen Kollegen hinnehmen müssen als 1995. (mehr…)
 

Frauen verschrotten zerstörerische Wirtschaftsdogmen 6. März 2009

„Es gibt viele neoliberale Dogmen, denen die Politik in den letzten 20 Jahre gehuldigt und dadurch die jetzige Finanzkrise verschuldet hat – Deregulierungen und ungerechte Steuerpolitik mit Geschenken für Vermögende zulasten von LohnempfängerInnen, Abbau des Sozialstaates, Kaputt-Sparen bei Bildung und öffentlichen Einrichtungen und vieles mehr ….“

Zum Internationalen Frauentag verschrotteten die Frauen der Arbeitsgruppe Frauen & Armut der Österreichischen Armutskonferenz die überholten Wirtschaftsdogmen, um  IHRE  Verschrottungsprämie dafür zu kassieren:

  • Garantierte und sanktionslose Grundsicherung
  • Investitionen in soziale Infrastruktur und ökologische Nachhaltigkeit
  • Ausbau der öffentlichen Kinderbetreuung
  • Arbeitszeitverkürzung für alle,  statt Frauen an den Herd
  • Steueroasen schließen
  • Bankgeheimnis aufheben
  • Vermögenssteuern jetzt
  • Faire öffentliche Pensionen statt Roulette am Kapitalmark
  • Neue Regeln für Finanzmärkte für eine faire Verteilung
  • Sozial- (und Frauen-) verträglichkeitsprüfung aller geplanten und existierenden politischen Maßnahmen

Details

Trotz des zum Frauentag üblichen Schlechtwetters liessen sich die Frauen – inklusive der Autorin – nicht davon abhalten, ihre Forderungen zu erheben. Natürlich vor nicht allzuviel Publikum, denn direkt vor dem Parlament bewegen sich halt nicht allzuviele Menschen – schon gar nicht bei Regen. Aber schliesslich gehören die Forderungen ja dort hingetragen, wo der Gesetzgeber haust, der für die Regelungen verantwortlich ist …

Achja, was aber dann doch ganz spannend war: das Publikum, das vorhanden war, war ziemlich international. Und da wurde mann + frau sich ziemlich schnell einig, dass wir überall die gleichen Probleme haben – zumindest, was die Geschlechterdifferenzen betrifft.

 

Arbeitsrechte für Frauen weltweit! 3. Dezember 2008

Die Frauensolidarität beschäftigt sich in einem aktuellen Projekt mit der Informalisierung der Arbeit. Zur Textilindustrie weiss sie zu berichten:

Die boomende Textil- und Bekleidungsindustrie hat seit dem Fall des Eisernen Vorhangs verstärkt Osteuropa als neue Produktionsstätte für sich entdeckt. (…)
Die Globalisierung, Transformation sowie die EU- Erweiterung einiger osteuropäischer Länder zeigt ihre Auswirkungen besonders im Arbeitsleben von Frauen, die vermehrt informell in der Heimarbeit zu Billigstlöhnen für den Weltmarkt nähen. Ihnen werden ihre Arbeitsrechte vorenthalten und ihre geringen Löhne schaffen eine neue soziale Schicht von Working Poor.

Gelegenheit, mehr darüber zu erfahren, gibt es bei der Veranstaltung

modeWas ist Mode im Osten?

Billige Heimarbeit und Informalisierung von Frauen in der Bekleidungs- und Textilindustrie

Zeit: 11.12.2008; 18:30 Uhr
Ort: Otto Mauer Zentrum, Währingerstr. 2-4; 1090 Wien

Vortrag und Diskussion mit:

  • Majda Sikosek, Chefkoordinatorin und Gründungsmitglied von FELICITAS,  einer serbischen Non- Profit Organisation sowie Regionalkoordinatorin des Heimarbeiterinnennetzwerkes am Balkan
  • Dr. Bettina Musiolek, Studienleiterin der Evangelischen Akademie Meißen, Expertin für Arbeitswelt und Globalisierung, Frauenarbeit und sozialerUnternehmensverantwortung, Sozioökonomie der EU-Osterweiterung

Details hier im Download.

Um Anmeldung bis 10.12 wird gebeten.

Eine Kooperationsveranstaltung der Frauensolidarität gemeinsam mit AUGE/UG-Alternative und Grüne GewerkschafterInnen, gmtn-Gewerkschaft Metall-Textil und der Grünen Bildungswerkstatt

 

Veranst.: Verteilung und Demokratie 12. November 2008

Veranstaltung von BEIGEWUM in Kooperation mit der AK Wien, dem Institut VW1 an der WU-Wien, dem Graduiertenzenrum der Fakultät für Sozialwissenschaften, Uni-Wien und der Studienrichtungsvertretung Volkswirtschaft, WU-Wien.

Gesellschaftliche Folgen zunehmender sozialer Ungleichheit

14.-15.11.2008, Wirtschaftsuniversität Wien

Thematik
Die Frage, wie es um die Verteilungsgerechtigkeit in unserer Gesellschaft bestellt ist, wird zunehmend in der Öffentlichkeit diskutiert. Die soziale Ungleichheit wächst beständig. Prekarisierungstendenzen haben längst die bislang als stabil geltende breite gesellschaftliche Mitte erreicht. Wenn allerdings die breite Mittelschicht als Trägerin des westlichen Gesellschaftsmodells beruhend auf parlamentarischer Demokratie, Marktwirtschaft und Sozialstaat – zunehmend von der Wohlstandsentwicklung abgekoppelt wird, droht das bestehende Gesellschaftsmodell in eine schwerwiegende Legitimationskrise zu schlittern. Es drängt sich die Frage auf, welche Auswirkungen die ungleiche Verteilung auf die demokratische Verfassung einer Gesellschaft hat.

Tagung
Die Tagung soll sich der Frage der Verteilungsgerechtigkeit widmen. Sie soll ein Forum für Studierende und Graduierte aus unterschiedlichen (vorwiegend politologischen und sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen) Disziplinen sein, die sich mit Fragestellungen rund um das Thema „Verteilung und Demokratie“ beschäftigen.
Die Tagung bietet die Möglichkeit, mit namhaften WissenschafterInnen über zentrale Fragen dieses Themas zu diskutieren. NachwuchswissenschaftlerInnen präsentieren ihre Arbeiten, Zwischenstände und grundlegende Fragestellungen und stellen diese zur Debatte.

hier die Homepage zur Veranstaltung.

 

Schafft das AMS prekäre Verhältnisse? 15. September 2008

ein Veranstaltungshinweis für Donnerstag, den 18. September, 18:30 Uhr:

Schafft das AMS prekäre Verhältnisse?
Trainer/innen zwischen den Mühlsteinen

eine prominent besetzte Podiumsdiskussion in der Arbeiterkammer Wien,
Theresianumgasse 16–18, 4. Bezirk.

Ich habe Monate gearbeitet und noch immer kein Honorar erhalten.

Hunderte TrainerInnen haben in den letzten Monaten diese Erfahrung machen müssen. Ihre Auftrag- oder Arbeitgeber, die wiederum von Aufträgen des AMS leben, sind plötzlich insolvent geworden.
Wovon lebe ich morgen, was arbeite ich übermorgen?“, fragen sich nun die TrainerInnen.

es diskutieren:

… organisiert wird die Veranstaltung von den Grünen, der AUGE/UG und der Grünen Wirtschaft. Durch die Diskussion führen wird Klaudia Paiha, Bundessprecherin der AUGE/UG.
Die Einladung kann hier heruntergeladen werden (pdf).