Dummverteilen Sie gefälligst woanders!

Widerstand gegen die neoliberale Umverteilung

Verteilungsgerechtigkeit – Österreich auf dem Prüfstand 21. Oktober 2009

Unter diesem Titel fand am 19. Oktober eine Veranstaltung in der AK-Wien statt. Präsentiert und diskutiert wurde die WIFO-Studie „Umverteilung durch den Staat in Österreich“ (Präsentation) sowie die – ebenfalls vom WIFO verfasste Studie – „Sozialpolitik – Verteilungsdimension und Wachstumsmotor“ (Präsentation). Vorgetragen wurden die Ergebnisse der WIFO-Studie zu Umverteilung von Alois Guger (Projektleiter), wissenschaftlicher Mitarbeiter und Sozialexperte des WIFO, mit den bereits bekannten Ergebnissen: das Sozialsystem in Österreich wirkt umverteilend, wenn auch nur ausgabenseitig. Einnahmenseitig – also über Steuern – findet kaum eine Umverteilung statt.

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Videoberichte zum „Handbuch Armut in Österreich“ 17. Oktober 2009

Am Dienstag, dem 13. Oktober ‘09 ist das 776 Seiten starke „Handbuch Armut in Österreich“ im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung mit Sybille Summer vom Republikanischen Club in Wien und Mitautorin sowie Mitherausgeberin Karin Heitzmann vom Institut für Sozialpolitik der Wirtschaftsuni Wien präsentiert worden.

Stand der Forschung zum Phänomen „Armut“
Das Handbuch Armut in Österreich gibt als Sammelband und Nachschlagwerk mit Beiträgen von 48 ExpertInnen einen umfassenden und systematischen Überblick über den aktuellen Stand der Armutsforschung in Österreich.

Video-still der Veranstaltung auf ichmachpolitik.at

video handbuch armut in österreich

Sybille Summer und Karin Heitzmann

Klick um Weiterzulesen und die Aufzeichnungen anzuschauen …

 

Die Finanzmarktkrise und ihre Folgen – 7. März 2009

Realwirtschaftliche Auswirkungen und Wege aus der Krise

Podiumsdiskussion in der AK Wien am 5. März 2009

Am Podium: Brigitte Ederer (Vorstandsvorsitzende Siemens AG Österreich), Willi Hemetsberger (ehemals im Vorstand der Bank Austria Vorstand), Helmut Kotz (Vorstand Deutsche Bundesbank), Helene Schuberth (Senior Advisor Österreichische Nationalbank), Stephan Schulmeister (wifo), Albert Stranzl (BR-Vorsitzender Porr AG)

Veranstaltungsbericht von Peter Moser

Die Wirtschaftskrise baute sich aus einer ganzen Reihe von Komponenten auf, von denen aber nur der Immobilienboom, bzw. die Immobilienblase, die US-Zinspolitik und die anschließende Bankenkrise öffentlich, politisch, medial wahrgenommen wurden und noch werden. Die politische Therapien – nicht nur in Österreich – sehen dementsprechend aus: Sie orientieren sich lediglich an ein paar Symptomen, sie greifen nicht in die Regelkreise der Finanzwirtschaft ein (Schulmeister). Der „systemische Charakter“ (Schuberth) wird durch die jetzt hektisch und mit viel polit-rhetorischem Pathos propagierten Geldspritzen keineswegs beeinflusst. (mehr…)

 

Von faulen Krediten … 7. März 2009

Übrigens: einen Bericht zurVeranstaltung „Von faulen Krediten und reinem Gewissen“ mit Prof. Rothschild findet ihr hier!

 

Frauen verschrotten zerstörerische Wirtschaftsdogmen 6. März 2009

„Es gibt viele neoliberale Dogmen, denen die Politik in den letzten 20 Jahre gehuldigt und dadurch die jetzige Finanzkrise verschuldet hat – Deregulierungen und ungerechte Steuerpolitik mit Geschenken für Vermögende zulasten von LohnempfängerInnen, Abbau des Sozialstaates, Kaputt-Sparen bei Bildung und öffentlichen Einrichtungen und vieles mehr ….“

Zum Internationalen Frauentag verschrotteten die Frauen der Arbeitsgruppe Frauen & Armut der Österreichischen Armutskonferenz die überholten Wirtschaftsdogmen, um  IHRE  Verschrottungsprämie dafür zu kassieren:

  • Garantierte und sanktionslose Grundsicherung
  • Investitionen in soziale Infrastruktur und ökologische Nachhaltigkeit
  • Ausbau der öffentlichen Kinderbetreuung
  • Arbeitszeitverkürzung für alle,  statt Frauen an den Herd
  • Steueroasen schließen
  • Bankgeheimnis aufheben
  • Vermögenssteuern jetzt
  • Faire öffentliche Pensionen statt Roulette am Kapitalmark
  • Neue Regeln für Finanzmärkte für eine faire Verteilung
  • Sozial- (und Frauen-) verträglichkeitsprüfung aller geplanten und existierenden politischen Maßnahmen

Details

Trotz des zum Frauentag üblichen Schlechtwetters liessen sich die Frauen – inklusive der Autorin – nicht davon abhalten, ihre Forderungen zu erheben. Natürlich vor nicht allzuviel Publikum, denn direkt vor dem Parlament bewegen sich halt nicht allzuviele Menschen – schon gar nicht bei Regen. Aber schliesslich gehören die Forderungen ja dort hingetragen, wo der Gesetzgeber haust, der für die Regelungen verantwortlich ist …

Achja, was aber dann doch ganz spannend war: das Publikum, das vorhanden war, war ziemlich international. Und da wurde mann + frau sich ziemlich schnell einig, dass wir überall die gleichen Probleme haben – zumindest, was die Geschlechterdifferenzen betrifft.

 

Der Staat als Retter? Zur Finanzmarktkrise 4. Februar 2009

Diskussionsveranstaltung
12. März 2009, 19.00 Uhr

AK-Bildungszentrum, Theresianumgasse 16 – 18, 1040 Wien

finanzmarktkriseBei dieser Diskussionsveranstaltung soll die Rolle des Staates nach Ausbruch der Finanzmarktkrise 2008 näher diskutiert werden.
Betätigt sich der Staat als Systemerhalter, als Retter des kapitalistischen Systems? Wie realistisch ist es, dass das Primat der Politik wiederhergestellt werden kann? Ist das sinnvoll? Diese und noch andere Fragen werden bei dieser Veranstaltung diskutiert.

TeilnehmerInnen:
Dr. Helene Schuberth, Ökonomin, Senior Advisor der Österreichische Nationalbank; von 2007 -2008 wirtschaftspolitische Beraterin von Bundeskanzler Gusenbauer

Dr. Joachim Bischoff, Herausgeber der Zeitschrift Sozialismus, Autor mehrerer Bücher, zuletzt “Globale Finanzkrise”.

Dr. Wilfried Stadler, Ökonom, Generaldirektor der Investkredit Bank AG; Wirtschaftspolitischer Referent im ÖVP Wirtschaftbund, Autor des Buches: venture capital und private equity; ab Mitte 2009 Honorarprofessor an der WU-Wien

Moderation: Mag. Friedrich Schiller (AUGE/UG)

Download Einladung

 

Veranstaltungstipp: „Von faulen Krediten und reinem Gewissen“ mit Prof. Rothschild 14. Januar 2009

Die AK Wien hat in Kooperation mit der Stadtzeitung „Falter“ Prof. Kurt Rothschild, Doyen der postkeynesianischen (einer links-keynesianischen Strömung) Ökonomie in Österreich und weithin anerkannter Volkswirt, nach Wien eingeladen.

Im Rahmen der Wiener Stadtgespräche findet am

Donnerstag 29. Jänner 2009, 19.00 Uhr

im großer Saal des Bildungszentrums der AK Wien, Theresianumgasse 16 – 18, 1040 Wien

die Veranstaltung

„Von faulen Krediten und reinem Gewissen“, Peter Huemer im Gespräch mit Kurt W. Rothschild über die Wirtschaftskrise, Erlebtes und Zukunftsperspektiven, statt.

Nähere Informationen zu Dr. Rothschild gibt es auf der Homepage der Wiener Stadtgespräche und in seinem Interview in der Novemberausgabe von Arbeit und Wirtschaft.

Um Anmeldung bis 23. Jänner wird gebeten!

 

Veranst.: Verteilung und Demokratie 12. November 2008

Veranstaltung von BEIGEWUM in Kooperation mit der AK Wien, dem Institut VW1 an der WU-Wien, dem Graduiertenzenrum der Fakultät für Sozialwissenschaften, Uni-Wien und der Studienrichtungsvertretung Volkswirtschaft, WU-Wien.

Gesellschaftliche Folgen zunehmender sozialer Ungleichheit

14.-15.11.2008, Wirtschaftsuniversität Wien

Thematik
Die Frage, wie es um die Verteilungsgerechtigkeit in unserer Gesellschaft bestellt ist, wird zunehmend in der Öffentlichkeit diskutiert. Die soziale Ungleichheit wächst beständig. Prekarisierungstendenzen haben längst die bislang als stabil geltende breite gesellschaftliche Mitte erreicht. Wenn allerdings die breite Mittelschicht als Trägerin des westlichen Gesellschaftsmodells beruhend auf parlamentarischer Demokratie, Marktwirtschaft und Sozialstaat – zunehmend von der Wohlstandsentwicklung abgekoppelt wird, droht das bestehende Gesellschaftsmodell in eine schwerwiegende Legitimationskrise zu schlittern. Es drängt sich die Frage auf, welche Auswirkungen die ungleiche Verteilung auf die demokratische Verfassung einer Gesellschaft hat.

Tagung
Die Tagung soll sich der Frage der Verteilungsgerechtigkeit widmen. Sie soll ein Forum für Studierende und Graduierte aus unterschiedlichen (vorwiegend politologischen und sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen) Disziplinen sein, die sich mit Fragestellungen rund um das Thema „Verteilung und Demokratie“ beschäftigen.
Die Tagung bietet die Möglichkeit, mit namhaften WissenschafterInnen über zentrale Fragen dieses Themas zu diskutieren. NachwuchswissenschaftlerInnen präsentieren ihre Arbeiten, Zwischenstände und grundlegende Fragestellungen und stellen diese zur Debatte.

hier die Homepage zur Veranstaltung.

 

Steuern gegen Frauenarmut 2. Oktober 2008

Die AG Frauen & Armut der Armutskonferenz lädt alle interessierten Frauen zur Auseinandersetzung mit Märchen und Wahrheiten rund um geschlechter- und sozialgerechte Steuerpolitik ein.

Studientag
Steuern gegen Frauenarmut

6. Oktober 2008, 11.00 -17.00 Uhr

Wien 1, Stephansplatz 6, Stiege 1, 6. Stock, Saal 601

Mindestens 200.000 Frauen in Österreich sind akut von Armut betroffen, rund dreimal so viele armutsgefährdet.
Steuer- und Abgabesysteme könnten als zentrale Instrumente der Armutsbekämpfung wirken und für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für soziale, ökonomische und gesellschaftliche Teilhabe aller Frauen sorgen.

  • Basisinformationen zu Theorien, Hintergründen, Effekten
  • Vorschläge der AG Frauen & Armut der Armutskonferenz
  • Arbeitsgruppen
  • Diskussion mit Expertinnen

Mit
Sybille Pirklbauer, Politologin, AK Wien/Abt. Frauen-Familie
Petra Ziegler, Attac Österreich
Margit Schratzenstaller-Altzinger, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO);

Die Einladung kann hier heruntergeladen werden (pdf).

Weitere Informationen s. auch www.frauenarmut.at

Rückfragen und Anmeldung:
michaela.moser@armutskonferenz.at

 

Schafft das AMS prekäre Verhältnisse? 15. September 2008

ein Veranstaltungshinweis für Donnerstag, den 18. September, 18:30 Uhr:

Schafft das AMS prekäre Verhältnisse?
Trainer/innen zwischen den Mühlsteinen

eine prominent besetzte Podiumsdiskussion in der Arbeiterkammer Wien,
Theresianumgasse 16–18, 4. Bezirk.

Ich habe Monate gearbeitet und noch immer kein Honorar erhalten.

Hunderte TrainerInnen haben in den letzten Monaten diese Erfahrung machen müssen. Ihre Auftrag- oder Arbeitgeber, die wiederum von Aufträgen des AMS leben, sind plötzlich insolvent geworden.
Wovon lebe ich morgen, was arbeite ich übermorgen?“, fragen sich nun die TrainerInnen.

es diskutieren:

… organisiert wird die Veranstaltung von den Grünen, der AUGE/UG und der Grünen Wirtschaft. Durch die Diskussion führen wird Klaudia Paiha, Bundessprecherin der AUGE/UG.
Die Einladung kann hier heruntergeladen werden (pdf).